
Filmabend
Nachbar Karrmatz präsentiert Kurzfilme aus aller Welt.


Nachbar Karrmatz präsentiert Kurzfilme aus aller Welt.

John Canciani präsentiert drei Filme mit dem Namen "Elephant".

"Laila, Hala und Karima - Ein Jahr im revolutionären Kairo"
Dokumentarfilm, In Anwesenheit der Filmemacher Achmed Abdel Mohsen, Sandra Gysi und Eduard Erne.
Sie waren im Zentrum des Sturms, als im Januar 2011 der Tahrir-Platz in Kairo bebte, und die alte Ordnung Ägyptens zu wanken begann. Die Theater-Regisseurin Laila Hassan Soliman, die Filmemacherin und Künstlerin Hala Elkoussy und die Choreografin Karima Mansour - drei junge Frauen, drei Künstlerinnen. Ein Jahr lang haben Eduard Erne, Ahmed Abdel Mohsen und Sandra Gysi die Künstlerinnen begleitet, auf dem schwierigen Prozess der Veränderung. Als typische Repräsentantinnen einer neuen, einer jungen Generation, die mit all ihren Sinnen und mit ihrem Verstand längst in einer globalisierten Welt beheimatet sind, wollen Hala Elkoussy, Karima Mansour und Laila Hassan Soliman den Stillstand der ägyptischen Gesellschaft nicht länger akzeptieren.
Die Dokumentation "Laila, Hala und Karima" beschreibt das Jahr der beginnenden Veränderung aus der sehr persönlichen Sicht von drei Künstlerinnen, die als Aktivistinnen mitten im Aufbruch standen. Aufwühlende Geschichten aus dem revolutionären Kairo.

Vincent Meessen (U.S.A., 1971; lives in Brussels) produces work at the crossroads of the documentary and conceptual art. He focuses on the cultural appropriation of usages, signs or documents, which he moulds and reshapes as narrative. He often employs collaborative procedures which undermine the authority of the author and privilege the collective understanding of multiplicities.
Vincent Meessen’s work has been the subject of recent solo exhibitions at FRAC Lorraine (France, off site), Netwerk (Belgium), Espace Khiasma (France) and Stedelijk Museum Bureau Amsterdam (SMBA). He has been presented with the collective Potential Estate at the Brussels Biennial, at MuHKA (Antwerp) and Argos (Brussels).
His artworks and films have been widely exhibited and screened at venues such as Kiasma Museum (Helsinki), Milton Keynes Art Gallery, CA2M (Madrid), De Paviljoens (Almere), Contour Biennale for Moving Images, the Jeu de Paume and the Cinémathèque française in Paris, the Museo Reina Sofia in Madrid, the Swiss Institute in New York and in international festivals such as the IDFA in Amsterdam, the IFFR in Rotterdam, the Cinéma du Réel in Paris and Transmediale in Berlin.
He develops also a curatorial activity on the behalf of Normal, a Brussels-based non-profit. Recent program on www.hantologie.com.

9. & 10.12.11, ab 19.30 Uhr
10 Animations-, Spiel- und Dokumentarfime rund um das Thema Aegytische Revolution.
Das Filmprogramm am Freitag 9.12.11 wird thematisch vertieft durch eine Diskussionsrunde mit Teilnahme von Amnesty International, Regisseur Mohanad Hassan und dem ägyptischen Schriftsteller und Blogger Musaad Hussein aka Musaad Abu Fag.
Mehr auf:
http://www.iaffz.com/

Gioacchino Noris, Doktorand am Disney Research Center der ETH Zurich zeigt, was die 2D-Animations-Experten im Jahr 2011 beschäftigt. Gioacchino trägt vor, an was die 2D-Studios in Los Angeles heute arbeiten und welche Technologien Disney Research in Zürich entwickelt, um die Animations-Künstler von heute in ihrer Arbeit zu inspirieren und zu unterstützen. Gioacchino spricht Englisch.
Dazu Bambi. Der Kinderfilm aus dem Jahr 1942 war Walt Disneys persönlicher Lieblingsfilm. Sieben Jahre lang arbeiteten die Zeichner des Studios an der Geschichte des kleinen Hirsches, dessen glückliche Kindheit abrupt zu Ende ist, als Jäger seine Mutter erschiessen. Zusammen mit seinen Freunden muss sich Bambi fortan alleine durchs Leben schlagen. Der Film wurde berühmt für seine virtuosen Animationen der Tiere und des Waldes.

Viennese artist Stephan Lugbauer (1976) will present two short films
he produced in Los Angeles, as a residents at the Mackey Apartments
(by MAK Center Los Angeles).
The first movie is a filmic collage on Los Angeles and the residency
program based on former resident's memories, diary entries, references
to art, literature and film.The reflection on the MAK Schindler Program itself transformed into a project between art and entertainment - a multilayered live performance. The Mackey Apartment House designed in 1939 by R.M. Schindler, not only functioned as the stage/location of the project, but transformed into a main character.
The second movie shows the performance in which two actors played tour guides and ran tours every 15 minutes through the apartment house.
Accompanied by a cameraman and a sound engineer the visitors were guided to a platform of the upper level, looking down to the live audition that took place in the penthouse.
The main interest of the project was the multiple layering - it started as a chaotic accumulation of events and informations (the real residents‘ work presentations, the „fake“ residents performing tours, etc. and the „real“ actors waiting to be auditioned for a „real“ job in „fiction“) which finally resulted in a functioning whole.
THE MACKEYS Movie, 2010 / Full HD / Colour, Sound / 23 min
THE MACKEYS Performance, 2010 / Full HD / Colour, Sound / 16 min

Ein Film von Eduard Erne - In Anwesenheit des Regisseurs
Die Schweizer Kuratorin, Kunsthistorikerin und Chefredaktorin Bice Curiger gehört zu den profiliertesten Kennerinnen moderner Kunst. Das hat dazu geführt, dass sie die 54. Biennale in Venedig konzipieren darf. Unter dem Motto ILLUMInazioni spielt die 1948 in Zürich geborene Kuratorin mit den Begriffen Nation und Licht, spielerisch und intuitiv wie ein Traum, von dem man ahnt, dass man ihn träumt. Ein Jahr lang begleitet der Dokumentarfilmer Eduard Erne Bice Curiger, während sie eines der wichtigsten Kunstereignis des Jahres vorbereitet. Er reist mit ihr an die Brennpunkte moderner Kunst, nach Brasilien, nach Qatar - und immer wieder nach Venedig - und beobachtet den Entstehungsprozess ihrer Ausstellung. Der spannende Blick hinter die Kulissen des Kunstbetriebs ist gleichzeitig eine sehr persönliche Annäherung an das Denken Bice Curigers.
Eine Eigenproduktion von "Sternstunde Kunst" in Zusammenarbeit mit "Kulturplatz" des Schweizer Fernsehens.

Rare Werke des abstrakten Films — neu interpretiert. In Optical Poems werden Klassiker der Avantgarde neu interpretiert. Der abstrakte Maler Tomás Cunha Ferreira kreiert den Live-Soundtrack zu den rhythmischen Formen. Künstler wie Oskar Fischinger, Walter Ruttman, Viking Eggeling beeinflussten mit ihrer "Malerei mit Zeit" Generationen von filmenden Künstlern sowie die Mainstream-Animationen der Walt Disney-Filme.
Veranstaltungsort: White Space Militärstrasse 76 CH – 8004 Zürich www.whitespace.ch
Für die Ausstellung: "Abstract Possible" abstractpossible.org

Nach der diesjährigen Premiere am Filmfestival Rotterdam — zum ersten Mal in der Schweiz zu sehen. Der Dokumentarfilm Free Radicals von Pip Chodorov erzählt die Geschichte des experimentellen und abstrakten Films.
Filmprogramm zur "Abstract Possible"-Ausstellung. In Zusammenarbeit mit dem White Space.

Tobias Bühlmann über folgenden Film:
"Die Protagonistinnen des Films sind einer Meinung: Die Welt ist verdorben. Man kann ihr nur begegnen, indem man noch verdorbener wird. Die anarchistischen Mädchen richten nicht nur ihre Umwelt auf eine höchst unterhaltsame Weise zugrunde, sondern am Ende auch sich selbst. Der Film wurde nach Zerschlagung des Prager Frühlings verboten. Später avancierte die groteske Komödie zu einem Hauptwerk der tschechischen Nouvelle Vage."

Regisseurin Sarah Derendinger zeigt ihren Dokumentarfilm "Familientreffen" über eine Theaterproduktion des Zürcher Regisseurs Christoph Marthaler.
Zum 100. Geburtstag des Grand Hotel in Sils Maria inszeniert Christoph Marthaler, der ehemalige Intendant des Zürcher Schauspielhauses, in den Räumen des Hotels ein Theaterstück. Im Hotel bleibt die Filmemacherin Sarah Derendinger in beobachtender Haltung, geht aber mit der Kamera nah an die Protagonisten heran.
Familientreffen (CH 2009, 59')

Musik von Moritz Müllenbach und Lisa Nolte.
Gustav Machatýs Erotikon gilt als tschechischer Stummfilmklassiker. Die Idee zu diesem Film hatte der Avantgardedichter Vítězslav Nezval, der aus Furcht vor seinen Dichterkollegen aus der Künstlervereinigung Devětsil aber lieber anonym bleiben wollte. Er erzählt von der Bahnwärterstocher Andrea, die zwischen zwei Männern steht: einem leichtsinnigen, verführerischen Frauenheld und ihrem gesetzten, zuverlässigen Ehemann.

Roland Fischer fragt sich, was den Künstler zum Künstler macht.
Die ganze Geschichte in "My Kid Could Paint That" dreht sich um ein kleines Mädchen, das zum Künstlerstar avanciert, droht auseinanderzufallen, als Betrugsvorwürfe laut werden. Und Bar-Lev ist plötzlich nicht mehr neutraler Beobachter, sondern Ermittler und Beweisführer, Ankläger und Verteidiger gleichzeitig. So dreht sich der Film am Ende vor allem um die Frage, was ein Dokumentarfilm denn kann und soll, wenn nicht einfach dokumentieren.

Die Film-Auswahl des Internet-Magazin "neuland" für heute Abend:
neuland-1: "Homeland" von Sabine Gisiger
http://www.neuland-mag.net/mag-1/homeland.php
neuland-2: "Grimsel. Ein Augenschein" von Peter Liechti
http://www.neuland-mag.net/mag-2/grimsel.php
neuland-3: "Ich muss Dir was sagen" von Martin Nguyen
http://www.neuland-mag.net/mag-3/mussdirwassagen.php
neuland-4: "...was bleibt. Erinnerungen an Erich Fried" von Roland Steiner
http://www.neuland-mag.net/mag-4/fried.php
neuland-5: "Le Hibou et la Baleine. Nicolas Bouvier" von Patricia Plattner
http://www.neuland-mag.net/mag-5/bouvier.php

René Clairs surrealistische Stummfilme mit Live-Vertonung durch die Freakshow (Österreich).

Soy Cuba wird präsentiert von Niels Walter.
In vier Episoden sang der legendäre russische Regisseur Mikhail Kalatozov, der mit «Wenn die Kraniche ziehen» Filmgeschichte schrieb, 1964 eine Hymne auf die kubanische Revolution. Während in den ersten beiden Episoden die soziale Ungerechtigkeit und die Schlechtigkeit der dafür verantwortlichen Yankees angeprangert werden, fei...ern die andern beiden Teile den Heroismus und die Opferbereitschaft der Revolutionäre. Ästhetisch steht der Film ganz in der Tradition des grossen sowjetischen Revolutionskinos eines Eisenstein oder Pudowkin.

Die Tragödie der Belladonna wird präsentiert von John Canciani (Kurzfilmtage Winterthur).
Eiichi Yamamoto verarbeitet in Die Tragödie der Belladonna auf sehr freie Weise Elemente aus dem Leben der Jeanne d’Arc und dem Buch Die Hexe (La sorcière, 1862), in dem der Historiker Jules Michelet die Hexenverfolgung als Unterdrückung von Frauen interpretiert und die Hexe zur „Ärztin des Volkes“ stilisiert. Herausgekommen ist dabei ein psychedelischer Bilderrausch voller sexueller Symbolik.

Der Engländer Kenneth MacPherson gab nicht nur die legendäre Zeitschrift "Close up" heraus, sondern drehte ebenfalls Experimentalfilme. 1930 - kurz vor Einführung des Tonfilms - schuf er den Avantgarde-Stummfilm Borderline mit dem bekannten Schauspieler und Sänger Paul Robeson, einem der grossen afroamerikanischen Bürgerrechtler und dessen Frau Eslanda sowie der amerikanischen Dichterin H.D. (Hilda Doolittle).
Borderline versetzt sein schwarzes Hauptdarsteller-Paar in ein schäbiges Schweizer Grenznest. In dieser provinziellen weissen Umgebung entspinnt sich ein Eifersuchtsdrama.
Mit geringem Budget entstand in zehn Tagen ein surrealistisch inspiriertes Werk, das lange Zeit nahezu verschollen blieb.
Von Kenneth MacPherson (UK 1930, 63 min)
Live-Vertonung von Filomena Felley, Viola; Silvan Schmid, Trompete; Yves Theiler, Elektronik

Ajana Calugar über einen brasilianischen Episodenfilm.
Die Revolte von Canudos ist ein bis heute weitgehend ungeschriebenes Kapitel der brasilianischen Geschichte. Wenn überhaupt, wurde es vom Standpunkt der Sieger erzählt. Dabei ist der Fall von Canudos eine Art Archetyp für alle späteren Aufstände der Armen und Landlosen in Brasilien. Canudos ist ein lebendiger Mythos, das zeigt auch die Faszination von sieben brasilianischen Filmemachern, die sich davon zu einem gemeinsamen Filmprojekt inspirieren liessen.
Regie: Joel de Almeida, Jorge Furtado, Otto Guerra, Luís Alberto Pereira, Pola Ribeiro, Ralf Tambke, Sandra Werneck

Von Paul Wegener, Carl Boese,1920, Stummfilm, 86 min
Vertont von:
The last attraction (industrial/punk)
Wegeners Film war einer der künstlerisch wie geschäftlich größten Erfolge der deutschen Stummfilmproduktion. Die Bild- und Dekorgestaltung war vom Jugendstil und Expressionismus bestimmt. Sie hat bis heute nichts von ihrer suggestiven Wirkung eingebüsst.

Künstler Lars Lienhart und Filmemacher Alexander Szombath führen ins Werk des englischen Filmemachers ein.

Ron Lux würdigt Townes van Zand, einer der einflussreichsten Country-Songwriter aller Zeiten. Er lebte zwischen totaler Hingabe und Verzweiflung. Einen tröstenden Blick auf sein Leben wirft Margaret Brown in ihrem Film.
Ein

Live-Vertonung von Jean Cocteaus surrealistischem Erstlingswerk
David Schnee (Viola) und Jonas Bühler (Piano) begleiten den Film:
Le Sang d'un poète (1930; 55min) von Jean Cocteau.

Schweizer Premiere in Anwesenheit von Eduard Erne.
In den Eliteinternaten, den Napolas sollte während dem zweiten Weltkrieg die künftige zivile Führungsschicht des Nationalsozialismus herangebildet werden. Viele ehemalige Napola-Schüler bekleiden
heute wichtige Posten in Wirtschaft, Politik und Kultur. Der ehemalige Herausgeber der ZEIT, Theo Sommer, der Literaturkritiker Hellmuth Karasek, der Dirigent Joachim Carlos Martini, der ehemalige Justizminister Österreichs Harald Ofner – sie alle waren auf NS-Ausleseschulen und berichten im Film Herrenkinder über diese Zeit.
Der Dokumentarfilm von Eduard Erne und Christian Schneider erzählt das Napola-Thema als Generationsgeschichte. Er fragt nicht nur, was aus den Schülern von damals geworden ist, sondern auch, wie sich deren Erziehung auf die ihrer Kinder und Kindeskinder ausgewirkt hat.